Die Zwergmaus ist in der Schweiz stark gefährdet und eine National Prioritäre Art mit einem dringenden Bedarf für artspezifische Fördermassnahmen. Die meisten Nachweise von Zwergmäusen erfolgen zurzeit aufgrund der Suche von Fortpflanzungsnestern im Sommer. Ausserhalb der Fortpflanzungszeit sind die Nester jedoch teilweise nahe am Boden und viel schwerer zu erfassen. Deshalb ist oft wenig bekannt darüber, wo sich Zwergmäuse ausserhalb der Fortpflanzungszeit aufhalten und welche Lebensraumstrukturen in dieser Zeit bevorzugt genutzt werden. Diese ökologischen Wissenslücken sind insbesondere auch für eine zwergmausgerechte Pflege des Schutzgebiets wichtig. Die Entwicklung einer effektiven und effizienten alternativen Nachweismethode ist deshalb der zentrale erste Schritt für das besseren Verständnis der Raumnutzung der Zwergmäuse. Im Projekt werden bereits bekannte Nachweismethoden für kleine Säugetiere an die kletternde Lebensweise der Zwergmäuse angepasst.
Für die Prüfung der Methoden werden diese gleichzeitig an zehn Standorten im bekannten Verbreitungsgebiet der Zwergmäuse installiert. Die Kombination erlaubt eine Aussage über die unterschiedlichen Entdeckungswahrscheinlichkeiten der Methoden.
Für die Betreuung der Methoden wird mit dem Betreuungsteams des Schutzgebiets Fanel von Birdlife Bern (vormals Berner Ala) zusammengearbeitet.
2026
- Tierpark Bern
- Betreuungsteams des Schutzgebiets Fanel von Birdlife Bern
Naturschutzfranken Tierpark Bern