Förderung Feldspitzmaus im Kanton Uri

Seit 2019 ist bekannt, dass im Unteren Reusstal im Kanton Uri Feldspitzmäuse leben. Die Art kommt neben dem Kanton Uri nur noch in fünf weiteren Kantonen, Graubünden, St.Gallen, Glarus, Tessin und Wallis vor. Aus dem Kanton Glarus wurde erst im Jahr 2024 ein aktueller Nachweis bekannt.

Wie in anderen Regionen Europas wurde im Wallis und in der Ostschweiz ein Rückgang des Verbreitungsgebietes der Feldspitzmaus beobachtet. Mögliche Gefährdungsursachen sind der Verlust von (Klein-)Strukturen im Landwirtschaftsgebiet und die Intensivierung der Landwirtschaft, welche zu einem Verlust von Nahrung führt. Zudem wird aktuell beobachtet, dass die wärmeliebendere Schwesterart, die Hausspitzmaus (Crocidura russula) sich rasch ausbreitet und dabei andere Spitzmausarten verdrängt.

Der Kanton Uri bietet mit seiner hohen Anzahl an Steinmauern, den klimatischen Bedingungen und den bis heute fehlenden Nachweisen der Hausspitzmaus sehr gute Bedingungen für die Feldspitzmaus. Er hat eine grosse Bedeutung für den langfristigen Erhalt dieser Art in der Schweiz. 

Mit der Umsetzung von Fördermassnahmen wird versucht die Feldspitzmausvorkommen im Kanton Uri zu stärken und mehr Informationen über die Verbreitung und die Lebensraumansprüche zu gewinnen. 

Dauer

2023-2028

Finanzierung

Kanton Uri